Fachwerkbau (oder Riegbau)
(Beschreibung nach Dr. M. Gschwend)
Dies ist ein Ständerbau, bei dem das Rahmenwerk durch Streben und Riegel unterteilt wird. Der kurzen waagrechten Hölzer wegen, sagen wir diesem Bau in unserem Dialekt Riegelbau. Die Gefache hat man ursprünglich durch Flechtwerk mit Lehmverputz ausgefüllt. Das Holzwerk ist mit Ochsenblut bestrichen worden, die Gefache dagegen mit Kalkmilch. Dies ergibt ein reizvolles Bild.
(Vorkommen: Ost- und Nordostschweiz, Nordwestschweiz)

Ständerbau
(Beschreibung nach Dr. M. Gschwend)
Als Pfostenbau ist dieser Haustyp die älteste nachweisbare Konstruktionsform der Schweiz. Das Rahmengerüst besteht aus sich rechtwinklig schneidenden, verzapften und mit Keilen gesicherten Schwellen und Ständern und ist meistens mit horizontal liegenden Bohlen ausgefacht. Im Ständerbau werden einzelne Wände im Fachwerk errichtet. Die meisten Ständerbauten sind als Firstsäulenbau mit einem Rafendach erstellt. (Vorkommen: Mittelland)

Blockbau
(Beschreibung nach Kunstführer durch die Schweiz)
Holzbau aus waagrecht übereinander geschichteten Stämmen oder Balken, die an den Ecken verzahnt sind, so dass die rechtwinklig aneinander stossenden Wänden verfugt werden können.(Vorkommen: Alpengebiet)

Steinbau:
(Beschreibung nach Dr. M. Gschwend)
Beim Steinbau ist nicht nur das Erdgeschoss aus Stein, sondern zum Teil auch das ganze Haus. Manchmal ist sogar das Dach aus Stein.
(Vorkommen: Tessin, Graubünden, Jura, Westschweiz)